Protest hilft: Aktionsbündnis klärt über Patienten-Rechte auf
Berlin, 23.07.2010 | Adalbert Strobl kann wieder aufatmen. Zufrieden sitzt er auf einer Parkbank am Starnberger See. Erfolgreich hat er sich gegenüber seiner Krankenkasse zur Wehr gesetzt. Nach einer Krebserkrankung hatte sich Strobl mit der Inkontinenz abgefunden, aber dann schrieb seine Kasse die Versorgung mit Inkontinenzvorlagen aus. Damit fing für Strobl das Drama an: Er bekam einen Versorgungspartner aus Berlin zugewiesen, der ihm erst falsche Produkte und dann Fraueneinlagen zusendete. Neben passenden und leistungsfähigen Produkten vermisste Strobl vor allem kompetente Beratung und Service. Doch der 66-jährige Bayer nahm diese Situation nicht wehrlos hin. Er wendete sich mit seinen Problemen an das Aktionsbündnis „meine Wahl!“ und protestierte öffentlich auf Veranstaltungen und in den Medien. Seine Krankenkasse lenkte umgehend ein.
Patientenrechtegesetz: Welche Rolle spielen Wahlfreiheit und Mitbestimmung?
Berlin, 11.06.2010 | Ein Patientenrechtegesetz wird dringend gebraucht - darin sind sich die Abgeordneten aller Fraktionen des Deutschen Bundestages einig. Doch wie genau ein solches Gesetz ausgestaltet werden soll, in dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Welche Rolle Wahlfreiheit und Mitbestimmung bei der medizinischen Hilfsmittelversorgung spielen und inwiefern die Patienten mit einbezogen werden – darüber sprach das Aktionsbündnis „meine Wahl!“ mit Wolfgang Zöller, MdB, dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung.
Hilfsmittel-Urteil lässt Patientenvertreter aufatmen
Berlin, 23.04.2010 | Landessozialgericht NRW setzt Zeichen für Wahlfreiheit und Qualität bei der medizinischen Hilfsmittelversorgung und lässt Krankenkassen weiterhin die Wahl
Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in Essen hat am 14. April 2010 ein entscheidendes Urteil für die Wahlfreiheit bei der medizinischen Hilfsmittelversorgung getroffen: Krankenkassen müssen keine europaweiten Ausschreibungen durchführen, sondern können mit einer Vielzahl von Leistungserbringern Verträge schließen. „Als Patientenvertreterin fällt mir ein Stein vom Herzen“, so Magdalene Kaminski, Vorsitzende der Deutschen Parkinson Vereinigung und Unterstützerin des Aktionsbündnisses „meine Wahl!“. „Mit den Vertragsverhandlungen bleibt den Patienten ihr Wahlrecht erhalten und sie können bei Problemen den Versorger wechseln. Bei Ausschreibungen ist das nicht möglich. Da entscheidet die Krankenkasse, vom wem sie versorgt werden“, erläutert Kaminski weiter.
Kassenfusionen: Was ändert sich für Versicherte und Hilfsmittelnutzer?
Berlin, 31.03.2010 | Immer mehr Krankenkassen schließen sich zusammen. Barmer und Gmünder Ersatzkasse, AOK Berlin und Brandenburg sind Beispiele solcher Kassenfusionen. Für Versicherte wirft das viele Fragen auf. Das Aktionsbündnis „meine Wahl!“ sprach dazu mit Stefanie Stoff-Ahnis, Leiterin des Geschäftsbereichs Hilfsmittel der fusionierten Krankenkasse AOK Berlin-Brandenburg – Die Gesundheitskasse.







