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Hilfe bei schlechter Inkontinenzversorgung

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (BVKM) hat eine "Argumentationshilfe im Falle von unzureichender Versorgung mit
Inkontinenzhilfen" veröffentlicht. Mit enthalten sind ein Musterantrag und ein Musterwiderspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Das Dokument finden Sie auf den Seiten des BVKM.

 


 

Hier können Sie Flyer bestellen! 

 

Infoflyer: Thema Dekubitus

Ein aktueller Patientenflyer des Dekubitus-Forums des Bundesverbands Medizintechnologie e.V. informiert Betroffene und Angehörige über die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Dekubitusprophylaxe oder Therapie.
Fragen wie "Welches Hilfsmittel ist für mich das Richtige?", "Nach welchen Kriterien werden die Hilfsmittel ausgewählt?", "Kann ich als Betroffener miteinscheiden?" werden beantwortet.
Den Patientenflyer finden Sie hier


Team des Monats November: Mit Unterstützung eines professionellen Versorgungsteams den Krebs besiegt

Die Krebspatientin Elke Menzel aus Harsefeld

Elke Menzel kann seit dem nicht mehr schlucken. Deshalb fällt ihr das Reden schwer und sie muss über eine Magensonde ernährt werden. Bei all dem standen der alleinstehenden 69-jährigen Patientin Menschen zur Seite, die ihr zu vertrauten Personen wurden und sie im Kampf gegen den Krebs unterstützten. Neben der Betreuung im DRK-Seniorenheim zählen dazu Petra Haffke von der GHD GesundHeits GmbH Deutschland und ihr Hausarzt Dr. Gruschan.

Dankbar ist die Patientin Elke Menzel auch ihrer Krankenkasse, denn die BARMER Ersatzkasse lässt ihr die Wahl, von wem sie versorgt werden möchte. So hat Frau Menzel kurzzeitig einen Versorgerwechsel erlebt als sie vor einem Jahr ins Heim gegangen ist. Da sie mit dem „heimeigenen“ Versorger nicht recht zufrieden war und der persönliche Kontakt gefehlt hat, konnte sie auf ihren Wunsch wieder zu ihrem „alten“ und gewohnten Versorger wechseln. „Die Wahlfreiheit des Patienten unter den Vertragspartnern der BARMER ist ein entscheidender Aspekt für eine qualitativ gute Versorgung“, so Klaus Mehring, Sachgebietsleiter Hilfsmittel bei der BARMER Ersatzkasse. „Zu einer vernünftigen Versorgungsqualität gehört auch der Service. So ist es uns wichtig, einen Partner vor Ort zu haben, der den Patienten individuell versorgt.“


Die individuelle Versorgung weiß Elke Menzel zu schätzen. Zwar ist der Tumor zum Stillstand gekommen, auf die Ernährung über eine Magensonde ist sie aber weiterhin angewiesen. Elke Menzel freut sich auf die regelmäßigen Besuche ihrer Krankenschwester und weiß, dass sie Frau Haffke immer erreichen kann, wenn es Probleme mit der Nahrung gibt. „Ein Versorgerwechsel käme für mich nicht in Frage“, sagt Elke Menzel. „Ich habe so ein großes Vertrauen zu Frau Haffke aufgebaut und mir geht es jetzt so gut. Wenn ich Probleme hatte, konnte mir schnell geholfen werden. Ein Wechsel wäre für mich unvorstellbar.“


Das Aktionsbündnis „meine Wahl!“ zeichnet jeden Monat beispielhaft gut funktionierende Versorgungsnetzwerke für Hilfsmittelnutzer aus. Damit will das Bündnis zeigen, dass die Mitsprache des Patienten und seine individuelle Betreuung grundlegend sind für eine qualitätsgesicherte und kosteneffiziente Hilfsmittelversorgung. Dies setzt voraus, dass die gesetzlichen Krankenkassen von ihrem Recht zum Abschluss offener Verträge mit Sanitätshäusern und Homecare-Unternehmen Gebrauch machen und auf exklusive Ausschreibungen verzichten. Nur so bleibt das Patientenwahlrecht der Betroffenen gewahrt und der Hilfsmittelnutzer kann selbst entscheiden, wem er seine Versorgung und Therapie anvertrauen möchte.

 


Im Aktionsbündnis „meine Wahl!“ haben sich seit Juni letzten Jahres bundesweit Menschen mit Behinderungen, Selbsthilfevereinigungen, Hilfsmittelhersteller und Versorgungspartner wie Sanitätshäuser und Homecare-Unternehmen zusammengeschlossen, um das Recht auf freie Wahl des Versorgungspartners im Hilfsmittelbereich zu erhalten. Das Bündnis setzt sich für eine bedarfsgerechte, qualitätsgesicherte und dem Stand der Technik entsprechende Versorgung mit Hilfsmitteln ein. Über 90 Unternehmen und Organisationen (Stand: November 2009) unterstützen bereits die Arbeit und die Ziele des Bündnisses, darunter die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V., die Inkontinenz Selbsthilfe e.V., der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. und die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.


Das Team des Monats November:

  • Elke Menzel, Krebspatientin, auf enterale Ernährung angewiesen
  • Petra Haffke, examinierte Krankenschwester bei GHD 
  • GHD GesundHeits GmbH, der Leistungserbringer 
  • BARMER Ersatzkasse
  • Hausarzt Dr. Tobias Gruschan
  • DRK-Seniorenheim Harsefeld